Positiver endexspiratorischer Druck (PEEP) für mechanisch beatmete Erwachsene (Suche bis Mai 2020)
Citation: Santa Cruz R, Villarejo F, Irrazabel C, et al. High versus low positive end-expiratory pressure (PEEP) levels for mechanically ventilated adult patients with acute lung injury and acute respiratory distress syndrome. Cochrane Database of Systematic Reviews. 2021;(3):CD009098.
Worum geht es? Einige COVID-19-Patienten entwickeln ein akutes Atemnotsyndrom (ARDS) oder eine akute Lungenverletzung (ALI) und benötigen Hilfe bei der Atmung. Dies kann durch mechanische Beatmung auf einer Intensivstation erfolgen. Ein hoher positiver endexspiratorischer Druck (PEEP) kann verwendet werden, um Lungenschäden während dieser Behandlung zu verhindern.
In diesem systematischen Cochrane Review suchten die Autoren nach randomisierten Studien mit hohen und niedrigen PEEP-Werten bei Patienten mit ARDS oder ALI. Die Suche war nicht begrenzt in Bezug auf Datum oder Sprache der Veröffentlichung und wurde im Mai 2020 durchgeführt. Sie identifizierten 10 randomisierte Studien (3851 Teilnehmer).
Was festgestellt wurde: Zum Zeitpunkt dieses Reviews gab es Belege mit mäßiger Gewissheit dafür, dass hohe PEEP-Werte die Krankenhausmortalität im Vergleich zu niedrigen Werten bei Patienten mit ARDS oder ALI nicht verringerten.
Zum Zeitpunkt dieses Reviews gab es Belege mit moderater Gewissheit dafür, dass hohe PEEP-Werte die Sauerstoffversorgung bis zum siebten Tag der mechanischen Beatmung verbessern.
Zum Zeitpunkt dieses Reviews stellten die Autoren fest, dass weitere Studien erforderlich sind, um die geeignete Methode zur Verwendung hoher PEEP-Werte sowie die Vor- und Nachteile hoher PEEP-Werte bei verschiedenen ARDS- und ALI-Patientenpopulationen zu ermitteln.